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  Diagnostik bei Schluckstörungen (FEES1)
 
 

Schlucken ist ein Prozess, ein Ablauf vieler einzelner Aktionen. Dieser Ablauf kann, wenn er gestört ist, erhebliche Probleme verursachen (z.B. stille Aspirationen2), die zur Pneumonie führen. Schlucken kann, wenn der Ablauf gestört ist, zumindest in Teilen trainiert und geübt werden. Es entspricht internationalem Standard, dass die Therapeutin3 bei der Untersuchung mitwirkt. Sie kann dabei in Kooperation mit dem Untersucher den Untersuchungsablauf mitsteuern und auf therapeutisch relevante Aspekte hinlenken und kann aus der Beobachtung wichtige Hinweise für ihren Behandlungsplan gewinnen. Deshalb ist es auch wichtig, dass die gesamte Untersuchung aufgezeichnet wird. Ferner wird am Ende der Untersuchung ein sehr ausführlicher Befundbogen ausgefüllt. Aus diesen Daten wird eine CD hergestellt, die der Therapeutin, gegebenenfalls auch mitbehandelnden Kollegen, zur Verfügung gestellt wird. Dies ermöglicht auch objektives Vergleichen bei Kontrollen.

Schluckstörungen werden zunehmend als Alltagsproblem erkannt. Ursachen können neben anatomischen Problemen (z.B. Tumoren im Kopf-Hals-Bereich, Narben nach Tumor-OP, Folgen von Bestrahlungen) auch funktionelle Probleme (z.B. Lähmungen nach Schlaganfall, neurologische Erkrankungen) sein. Ursache kann aber auch ein (physiologischer) Alterungsprozess sein. Eine gezielte Diagnostik ist aber trotz großer gesundheitlicher Folgeprobleme bei übersehenen Schluckstörungen immer noch eher die Ausnahme. Diesem Missstand möchten wir begegnen und in unserer Praxis eine an aktuellen wissenschaftlichen Standards orientierte Diagnostik aufbauen.

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1 FEES = Fiberoptic endoscopic evaluation of swallowing, nach Frau Dr. Langmore

2 unbemerktes Eindringen von Speichel oder Speiseteile in die Luftröhre

3 Die Bezeichnung "Therapeutin", "Proband", "mitbehandelnder Kollege" sind ohne nähere Bezeichnung des Geschlechts gemeint und völlig wertfrei

 

 

  fees